Am wunderschönen Morgen des 4. November 2017 machten sich vier Frauen in Begleitung des neugierigen vierpfotigen Bennis von Hennef auf um in das Reich der Rheinromantik, Ritter und Drachen vorzudringen.

Schon die Fahrt mit dem Bus nach Oberpleis gewährte traumhafte Ausblicke in den herbstlich gefärbten Wald. Zunächst ging es auf teils schmalen Wegen durch das Tal des Pleisbachs, entlang von Pferdekoppeln und bunten Laubwäldern. Immer wieder gaben Lichtungen die Sicht auf den Ölberg frei. Nachdem wir die A3 unter- und die ICE-Trasse überquert hatten, passierten wir den Soldatenfriedhof bei Ittenbach um zur Frühmesseiche zu kommen. Hier, wo sich 6 Wanderwege bei einer Schutzhütte der Ittenbacher Feuerwehr treffen, rasteten wir und genossen die Ruhe des Waldes – auch wenn ein paar Wanderer und schnelle Radfahrer vorbeikamen. Durchs Einsiedlertal führte uns der Weg bis hinauf auf die Löwenburg, schmal, steil und mit Gegenverkehr. Oben hatten wir einen leicht verschleierten Blick bis in die Eifel und den Westerwald – die Sonne spielte gerade mit den Wolken Verstecken, blitzte aber immer mal wieder hervor und ließ den Rhein als glühendes Band in der Landschaft erscheinen. Von den in der Beschreibung dieser 13. Etappe des Bergischen Weges angekündigten Rittern und Drachen ließ sich keiner blicken, wenn man mal von den Rittern auf Stahlrössern, die in wilder Jagd die Pfade entlangpreschten, absieht.

Vom Aussichtspunkt auf der Löwenburg an ging es bergab. Ein wunderschöner schmaler Waldweg verlief an den Breibergen vorbei teils sehr steil bis zum Friedhof in Rhöndorf. Den Besuch von Adenauers Grab und seines Hauses verkniffen wir uns, denn nachdem wir etwa 17 km über Stock und Stein, durch dicke herbstliche Laubschichten und über schmale Bäche hinweg gewandert waren, stand uns der Sinn eher nach den leckeren Kuchen im urgemütlichen Café – das zwar von Schützenbrüdern belagert war, die ihren Hubertustag feierten, aber noch ein paar Stühle für uns frei hatte..

Über unseren rundum schönen Wandertag bei meist strahlendem Sonnenschein waren wir einer Meinung: Wer heute nicht dabei gewesen war, hat wirklich was verpasst!

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