Dichter Nebel hüllte die Eifel im Mayener Gebiet ein, als sich 10 Wanderlustige aus drei Vereinen aufmachten, den Nette-Schiefer-Traumpfad unter die Füße zu nehmen – nicht ahnend, was alles auf sie zukommen sollte. Jörg Wagner hatte eine Route ausgetüftelt, die es an Abwechslung nicht fehlen ließ.

So begann der Aufstieg auf die Höhen um Trimbs für die Mitglieder der Eifelvereine Linz und Siegtal sowie der Wanderfreunde Rhein-Sieg recht harmlos über eine schmale, steile Treppe, die auf einen Feldweg mündete. Schon bald standen wir am ersten Aussichtspunkt, an dem wir nichts sahen, außer dem Hinweisschild, was wir ohne Nebel hätten sehen können. Weiter ging es über schmale, naturbelassene Pfade, teils über weichen Waldboden, teils über felsige, rutschige Passagen, bis wir den Wasserfall der Nette erreichten. Immer wieder wies uns Jörg auf Besonderheiten der Botanik und der Landschaft hin, die allmählich aus dem Nebel sichtbar wurde.

Nach der kurzen Mittagsrast hielt Jörg uns für fit genug, noch einen „kleinen Schlenker“ abseits des Traumpfades zu gehen. An manchen Stellen kamen wir uns vor, als wären wir in den Alpen: blanker Fels, bröseliger Untergrund, kaum noch Pflanzen. Aber schöne Eifel-Aussichten belohnten uns. Auch die Pilzfreunde kamen auf ihre Kosten, allerdings nur optisch, denn Judasohren, Ritterlinge, Parasolpilze, Champignons und viele andere waren nicht mehr wirklich sammelnswert. Ganz kurz vor dem Parkplatz, am Aussichtspunkt Burgberg, fing es dann doch noch an zu nieseln. Aber wir hatten Glück: Die Schleusen des Himmels öffneten sich erst vollständig, als wir wieder in den Autos saßen. Leider gab es in Trimbs kein Lokal, in dem wir gemeinsam die Schlußeinkehr hätten halten können. So verabschiedeten wir uns nach 18 wunderschönen, manchmal anstrengenden Kilometern und fast 600 Höhenmetern von unseren Gästen und wünschten uns gegenseitig, bald wieder miteinander wandern zu können.

Zur Bildergalerie